Hunderücken

„Mein Hund hat Rücken!“  : das klingt zunächst lustig, das kennt man nicht vom Hund, sondern vom Menschen, der den lieben langen Tag auf Bürostuhl oder Sofa vertrödelt. Lustig ist das aber gar nicht und für viel zu viele Hunde traurige Realität, die meist viel zu spät bemerkt wird.
Rückenschmerzen beim Hund gehen oft mit unklaren Symptomen wie Lahmheit, Laufunlust, Trägheit, Aggressionen etc. einher, die dann zwar gesehen, aber entweder als Macke abgetan werden oder in horrenden Tierarztkosten münden, denn nix hilft so richtig und auf Röntgenbildern findet man häufig ebenfalls nix.

Beseitigt man dann –wenn noch nicht zu spät- die Ursache, verschwinden die Symptome plötzlich von ganz allein. Beseitigen kann man Verspannungen und  Blockaden. Sind die Bandscheiben bereits in Mitleidenschaft gezogen, was leider eine Folge ständiger Verspannungen und dem Vorhandensein von Gelenkblockaden sein kann, geht es nicht ohne Tierarzt, starke Medikamente, ggf. Operation.

Warum die Zahl der Rückenpatienten genau wie beim Menschen besorgniserregend zunimmt, ist unklar. Einige Faktoren gibt es:

  • Die Tierfutterindustrie stellt immer buntere Tüten mit immer minderwertigeren Zutaten her, die dann mit künstlichen Vitaminen und Mineralien aufgewertet werden. Generationen von Hunden wurden und werden hiermit ernährt. Selbst wenn der aufgeklärte Tierbesitzer seinen Hund mit echtem Futter ernährt und nicht mit „Tütensuppe oder –pampe“, was bekamen die Generationen davor? Ein Schelm , der Böses dabei denkt, dass das, was man in den Hund reintut, etwas damit zu tun haben könnte, wie stabil z.B. Knorpelstrukturen auch bei den Nachkommen sind…
  • Eine Hormonbelastung unseres Trinkwassers könnte eine Rolle spielen, nicht nur beim Menschen.
  • Hunderassen mit knautschiger Nase und verkrüppelter Rute haben häufig auch deformierte Wirbel. Auch extrem große oder extrem kleine Hunde haben oft Probleme mit dem Rücken, genau wie Hunde mit langem Rücken.
  • Hund verbringt den Tag heute auf dem Sofa und geht 2 – 3x täglich Gassi an der Leine, wie soll sich da ein stabiles Knochen, Knorpel-, Bändergerüst aufbauen?
  • Schließlich ist da noch das Alter. Dies ist ein „Risikofaktor“, den irgendwann jeder Hund hat. Auch hier ist genau wie beim Menschen alles nicht mehr so geschmeidig und beweglich und es hakt  und zwackt halt hier und da.

Achten sollte man darauf, ob der Hund irgendwie komisch läuft, schwer aus dem Liegen hochkommt, ungern bestimmte Dinge tut, wie z.B. Treppensteigen, Sitz oder Platz machen. Ein in der Mitte hochgekrümmter Rücken oder Lähmungen sind ernstere Zeichen, genau wie plötzliche Aggression oder Aufjaulen beim Anfassen an bestimmten Stellen des Rückens. Unklare Lahmheiten, häufiges Stolpern können auch auf Rückenprobleme hinweisen. Generell kann eine physiotherapeutische Untersuchung des Hunderückens nicht schaden. Es kostet nicht die Welt und manchmal findet man „Baustellen“,  weit bevor der Hund ernste Probleme bekommt.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.